Projekt Katzenschutzverordnung in

Mannheim, Baden-Württemberg

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Katzenschutzverordnung Mannheim

Seit über einem Jahr­zehnt ver­su­chen Mann­hei­mer Tier­schüt­ze­rIn­nen, das Leid der Kat­zen zu verringern.

Der Fall Mannheim

Es gab bereits vie­le Dis­kus­sio­nen zum The­ma „Kat­zen­leid“ in Mann­heim. Der Amts­schim­mel will aber ganz sicher sein und kei­ne unüber­leg­te Ent­schei­dung in Sachen Katzen­schutz­ver­ordnung tref­fen. Wäh­rend des Jahr­zehnts der Unter­su­chun­gen, ver­en­de­ten vie­le Streu­ner elen­dig. Natür­lich wur­de auch vie­len Tie­ren gehol­fen — aber über­wie­gend von pri­vat orga­ni­sier­ten Tierschützern.

Wir haben das Wich­tigs­te chro­no­lo­gisch zusammengefasst:

2011

    • Sep­tem­ber
      Ant­wort auf Anfra­ge der Grü­nen vom 12.10.2010: Die Ver­wal­tung beauf­tragt den Tier­schutz­ver­ein (TSV) Mann­heim damit, sys­te­ma­tisch wei­ter wild leben­de Kat­zen zu kas­trie­ren. Die Ver­wal­tung stellt für die dadurch ent­ste­hen­den Kos­ten eine Finan­zie­rungs­an­fra­ge bei der Anna-Maria von Schra­der Stiftung;

2014

2015

    • März
      Zei­tungs­be­richt: „Die wil­den Kat­zen von Cole­man“
      Der Tier­schutz­ver­ein küm­mert sich um die Streu­ner auf dem US-Gelän­de. Her­bert Rück­ert, Vor­sit­zen­de des Tier­schutz­ver­eins wird zitiert: „Bis zu 150 wil­de Kat­zen tigern allein durch die ehe­ma­li­gen US-Kaser­nen in Mann­heim. Ins­ge­samt sind es in der Stadt rund 1.000.“ schätzt Rück­ert. Sie leben auf Indus­trie­ge­län­den, in Klein­gar­ten­an­la­gen und auf den ehe­ma­li­gen Militärflächen.

2018

    • Pri­va­te Tier­schüt­zer sam­meln von der Stadt ange­for­der­te Daten zur Erfas­sung der Streunersituation.

2019

2021

    • Febru­ar
      Zei­tungs­ar­ti­kel: Kommt die Kat­zen­schutz-Ver­ord­nung? Der Mann­hei­mer Tier­heim­lei­ter Her­bert Rück­ert for­dert so schnell wie mög­lich die Katzen­schutz­ver­ordnung, um das Leid der Streu­ner ziel­ge­rich­tet ein­zu­däm­men. Sein Tier­schutz­ver­ein jeden­falls sei bereit, bei not­wen­di­gen Ein­fang­maß­nah­men und Kas­tra­tio­nen mit­zu­ma­chen, so Rück­ert. Schät­zungs­wei­se 500 streu­nen­de Tie­re sol­len im Stadt­ge­biet leben.
    • Mai
      Die Stadt for­dert im Amt­blatt zum Daten­sam­meln über Streu­ner­kat­zen auf.

2022

    • 09. April
      Mann­hei­mer Kat­zen­schüt­zer haben bereits vie­le Kat­zen­fut­ter­stel­len und Hot­spots in die Cat­Map eingetragen.
    • 27. April
      Brief an den Ober­bür­ger­meis­ter Peter Kurz: Mann­heim braucht eine Katzenschutzverordnung
    • 29. April
      Ant­wort aus dem Rat­haus: Das Schrei­ben wur­de an den Ers­ten Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Specht mit der Bit­te, sich der Sache anzu­neh­men, weitergeleitet.

Katzen zählen in Mannheim?

In Mann­heim wol­len die Ver­ant­wort­li­chen Kat­zen zäh­len (las­sen). Das ist schwie­rig, denn die Ver­wil­der­ten hal­ten sich ger­ne ver­bor­gen. Ein Zäh­len ist also nahe­zu unmög­lich. Viel wich­ti­ger aber ist:  Für die Ein­füh­rung einer Katzen­schutz­ver­ordnung ist es nicht nötig, die Kat­zen zu zäh­len! Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft hat das bereits im Jahr 2017 klar fest­ge­stellt.

Trotz­dem kann man ver­su­chen — und es ist für die Betrach­tung der Situa­ti­on ja auch inter­es­sant — eine Idee von der Anzahl der Kat­zen in Mann­heim zu bekom­men. Es gibt sta­tis­ti­sche Erhe­bun­gen, die uns dabei helfen.

Die im Fol­gen­den für Mann­heim errech­ne­ten Zah­len sind also sta­tis­ti­scher Natur.Vorweg ein­fach ein­mal das Ergeb­nis. Die Zah­len hin­sicht­lich der unk­as­trier­ten Frei­gän­ger­kat­zen — auf die eine Katzen­schutz­ver­ordnung ja abzielt — sind erschreckend:

In Mann­heim gibt es sta­tis­tisch gesehen

    • zir­ka 60.000 Besitzerkatzen.
    • Davon sind 10.500 unk­as­trier­te Freigänger.

 

Wie kommt man zu diesen Zahlen?

1. Besit­zer­kat­zen
Laut Indus­trie­ver­band Heim­tie­re leben in Deutsch­land zir­ka 15,7 Mil­lio­nen Kat­zen in deut­schen Haus­hal­ten — die Ten­denz ist stei­gend. Somit kommt im Bun­des­durch­schnitt auf jeden 5,2ten Ein­woh­ner eine Kat­ze (bei einer Ein­woh­ner­zahl von rund 82 Mil­lio­nen Ein­woh­nern der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land). Für Mann­heim mit rund 310.00 Ein­woh­nern wür­de das einen Kat­zen­be­stand von zir­ka 60.000 Tie­ren bedeuten.

Laut Tier­schutz­bund sind unge­fähr 64 % der Besit­zer­kat­zen Frei­gän­ger. Für Mann­heim bedeu­tet es, dass es in der Stadt sta­tis­tisch gese­hen 38.400 Frei­gän­ger­kat­zen gibt. Gehen wir davon aus, dass hier­von 70 % der Tie­re kas­triert sind (sie­he Kas­ten: Insa-Umfra­ge), muss in Mann­heim von 10.500 unk­as­trier­ten Frei­gän­ger­kat­zen aus­ge­gan­gen werden.

Bei Tas­so regis­triert sind aktu­ell 12.591 Mann­hei­mer Kat­zen. Davon sind 9.438 Tie­re als kas­triert gemel­det. Das Ver­hält­nis kastriert/unkastriert stimmt mit dem Umfra­ge­er­geb­nis des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts INSA aus 2017 über­ein (sie­he Kasten).

2. Frei­le­ben­de Kat­zen
Laut Anga­ben des Deut­schen Tier­schutz­bun­des wur­de 2010 von rund 2,5 bis 3,5 Mil­lio­nen frei leben­den Kat­zen (stei­gen­de Ten­denz) aus­ge­gan­gen. Damit kommt auf jeden 27. Ein­woh­ner der Bun­des­re­pu­blik eine Kat­ze. Für Mann­heim wür­de das einen Bestand von zir­ka 11.500 Kat­zen (mit Berech­nungs­grö­ße 3,0 Mil­lio­nen Kat­zen) bedeuten.

INSA-Umfrage

Das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut INSA führ­te im Jahr 2017 eine Umfra­ge durch. Ein Ergeb­nis ist: 70 % der Tier­hal­ter befür­wor­ten die Kas­tra­ti­on von frei­lau­fen­den Katzen

Politik für die Katz'

Kontakt bei Politik für die Katz'

Anke Feil
0 66 68 / 91 99 377
anke.feil@politik-fuer-die-katz.de

Projektdetails

Beginn des Projekts:

Februar 2022

nächste Schritte:

Ver­schie­de­ne Schrit­te sind geplant: Z. B.: Ein Schrei­ben an die Stadt zur Klä­rung des „Streu­ner-Pro­zes­ses“.

Ende des Projekts:

Das Projekt ist noch nicht beeendet.

verantwortlich:

Magistrat

beantragt von

Tierschutzallianz

lokaler Kontakt:

Parteien und privat organisiertes Katzenschutznetzwerk
Kristina Stumpf

Es gibt eine Face­book-Grup­pe: Ver­miss­te / gefun­de­ne Tie­re Mann­heim.

Dokumente

Informationsvorlage der Stadt zur KaSchV

kein weiteres Dokument hinterlegt

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