Katzen, die in Lebendfallen gefangen werden, müssen dem Fundbüro übergeben werden – und dürfen nicht erschossen werden, wie es offenbar eine Praxis der Jäger in Niedersachsen war. Dies stellte Ministerin Staudte am 23.06.2026 in der 93. Sitzung des Niedersächsischen Landtags klar. (Zur Sitzung: https://plenartv.de/tagungsabschnitt/19–35, TOP 10)
Ob unsere Email (Novellierung Jagdgesetz – Hauskatzen leben ab heute in Niedersachsen in erhöhter Gefahr!) in letzter Minute an die Landtagsabgeordneten durch die zuvor geäußerte, äußerst brisante Aussage eines Abgeordneten zum Abschuss von Katzen in Lebendfallen zur Klarstellung beigetragen hat, wissen wir nicht.
Die Klarstellung der Ministerin veranlasste einen Experten, hierzu wie folgt Stellung zu nehmen: „Tierheime und Fundbüros in Ostfriesland sind derweil bekannterweise seit Jahren überbelastet und unterfinanziert – was durch das neue Jagdrecht wohl nur verschärft werde.“ Wir fragen uns, wie viele Katzen bisher so erschossen wurden, um mengenmäßig ein Problem für Behörden dazustellen.
Fakt ist: Das bisherige Vorgehen, bei dem Katzen unter dem Vorwand des Arten- und Naturschutzes in Fallen getötet werden, ist eine Straftat.
Zu Sabine Mahlows Stellungnahmen zur Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetz.
* NWZ vom 24.06.2026 „Neue Jagdregeln sind auch ein neues Katzenproblem“
